10.12.2007
„Die gelbe Fee in der Allee" (2007)
Pipilotti Rist installiert Videokunst in der Greulich Bar

Das Zürcher Designhotel Greulich ist schon für sich ein Kunstwerk. Mit seiner geschwungenen Fassade in kräftigem Blau gehört es zu den markantesten Gebäuden im Stadtteil Aussersihl, Architekturzeitschriften aus aller Welt berichteten über das zen-inspirierte Designhotel mit seinem Birkenhain und Klanggarten. Mit literarisch-kulinarischen Veranstaltungen und Opernevents hat sich das Greulich als Ort der Kultur etabliert – so erscheint es nur konsequent, dass nun auch die Bildende Kunst im Greulich einen festen Platz einnimmt.
Keine Geringere als die Schweizer Videokünstlerin Pipilotti Rist wurde eingeladen, für das Greulich ein Kunstwerk zu schaffen, das mit der Umgebung des Designhotels korrespondiert. Am 10. Januar 2008 wird nun "Die gelbe Fee in der Allee" (2007) von Pipilotti Rist in der Greulich Bar enthüllt. Das kleine Video läuft als Loop unendlich in zwei verschiedenen Variationen auf einer unscheinbaren Projektionsfläche, die nur auf den zweiten Blick als solche erkennbar ist: eine sandgestrahlte Fläche, wo sonst die Etikette der Flasche ist, wird von einem in der Wand unsichtbar versteckten LED-Projektor von hinten bespielt, gespiesen von einem Flashcard-Player.
Die Idee der lebenden Etikette tauchte im Schaffen von Pipilotti Rist schon 1999 auf und wurde damals in grössere Installationen integriert. Die Flasche mit dem Inhalt, wie sie nun in der Bar des Greulich zu erleben ist, ist jedoch ein Unikat aus 2007. Auch in der Greulich Bar sollte man die Videoinstallation als Bestandteil des Gesamten betrachten, als Teil eines Raums, in dem sich immer neue Menschen einfinden. "Die gelbe Fee in der Allee" ist ein "Gedicht über Schwerelosigkeit, über Konzentration und die Subjektivität des Blicks", so Pipilotti Rist. Es interpretiert also von Themen, die einem gerade in einer Hotelbar oft von alleine durch den Kopf gehen.
Der besondere Dank der Künstlerin gilt Thomas B. Brunner, dem Greulich Hotelteam, Daniel Lanz, Markus Huber Recabarren, Dave Lang, Daniel Blunschi, Davide Legittimo, , Davide Ciresa, Ewelina Guzik, David Göldi, Pierre Mennel, Plan B, Rachele Giudici, Aline Maas, Hauser&Wirth Zürich London, Cornelia Providoli und Karin Seinsoth. Installationen von Pipilotti Rist mit integrierten Flaschen sind (je nach Ausstellungssituation) in der Pinakothek der Moderne (München), im Solomon R. Guggenheim Museum (New York) und in der “Rote Bar” (Architektur Gabrielle Hächler) in Hotel Castell (Zuoz, Engadin) zu sehen.
Pipilotti Rist wurde 1962 im Schweizerischen Grabs geboren. Nach dem Studium von Design und Fotografie in Wien und der Audiovisuellen Kommunikation in Basel wurden ihre Kunstwerke von allen namhaften Museen der Welt gezeigt und teils aufgekauft. Pipilotti Rist lebt in Zürich und ist Honorarprofessorin an der Berliner Hochschule der Künste UdK. Sie wurde unter anderem mit dem dem Kulturpreis des Kantons Sankt Gallen (2007), dem Kunstpreis der Stadt Zürich (2001), dem Wolfgang Hahn Preis des Kölner Museum Ludwig (1999), und dem Premio 2000 der Kunstbiennale in Venedig (1997) ausgezeichnet.
Mit dem minimalistischen Designhotel mit 18 exklusiven Suiten und Gästezimmern, einem Restaurant der Spitzenklasse, mit Bar und Cigar Lounge ist das Greulich als Ort der genussvollen Lebensart bekannt. In der Saletta des Greulich finden regelmäßig Kulturgespräche mit prominenten Persönlichkeiten und Kulturschaffenden statt. In Kooperation mit der Zürcher Oper werden hochklassige musikalisch-kulinarische Abende im Restaurant veranstaltet. Initiator und Gastgeber ist der Hausherr, Thomas B. Brunner, der auch die Greulich Kulturstiftung ins Leben gerufen hat und die Idee des Greulich als Ort der Kultur und des intellektuellen Disputs unablässig weiter entwickelt.
Information und Buchung
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